TSV Scherneck im Breisgau

7. Bundesliga-Fahrt des TSV Scherneck

Und auch in 2012 geht es weiter mit den Stadion-Fahrten des TSV Scherneck. Nachdem die Organisatoren Siegi und Andy ursprünglich versucht hatten, Karten für das Bundesliga-Finale in Köln gegen Bayern zu erhalten, was leider nicht gelang, führte die Fahrt diesmal am Ostersamstag, 07.04.12, ins ehemalige Dreisam- bzw. badenova-Stadion, heute MAGE SOLAR – Stadion nach Freiburg im Breisgau. Nachdem der Gegner 1. FC Nürnberg hieß, waren die ca. 25 Karten auch beizeiten vergeben.

Pünktlich um 5.30 Uhr am Morgen starteten die beiden Busfahrer der Firma Babucke mit den fußballbegeisterten Teilnehmern, größtenteils Club-Fans und neutrale, auch 1 Freiburger war dabei, bei fast winterlichen Verhältnissen Richtung Süden. Glücklicherweise ließ der Schneefall kurz nach der Abfahrt nach, so daß wir über die gesamte Strecke problemlose Straßenverhältnisse vorfanden. Mit wenigen Pausen, eine größere mit Frühstück,erreichten wir Freiburg kurz nach 11 Uhr und hatten nach einiger Zeit der Parkplatzsuche wieder 2 Stunden Zeit, um die City zu erkunden. Als sich alles wieder pünktlich am Parkplatz am Hauptbahnhof eingefunden hatte, wurde die kurze Reststrecke zum Stadion angetreten. Während es in der Heimat nochmal etwas schneite, riß der Himmel über Freiburg am Nachmittag auf und es herrschte sonnigstes Fußballwetter.

Das in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach erweiterte und heute 24.000 Zuschauer fassende Stadion liegt direkt am Rande der Wohnbebauung, dementsprechend konnten wir mit dem Bus bis unmittelbar vor den Eingang fahren, der Bus selbst parkte schließlich etwa 400 m weiter am Straßenrand. Diese ungewöhnliche Infrastruktur dürfte die sicherheitstechnische Organisation gegenüber neueren Stadien auf der grünen Wiese ungleich erschweren, was möglicherweise auch das große Polizeiaufgebot erklärte, bzw. wirkte dasselbe aufgrund der engen räumlichen Gegebenheiten einfach nur präsenter.

Im Stadion angekommen, staunte man nicht schlecht, der erste Eindruck war mit den Worten „schnuckelig“ oder „klein aber fein“ wohl am besten zu beschreiben. Wie bereits geschrieben, wurde die Arena mehrfach erweitert, jedoch nicht als Rundbau, sondern in Form von insgesamt vier geraden Tribünen. Da nur ein Rang vorhanden ist, hält sich die Höhe natürlich in Grenzen, was dem Zuschauer einen schönen Ausblick auf die Schwarzwald-Landschaft im Hintergrund gewährt, sicherlich eine der ungewöhnlichsten Perspektiven in einem deutschen Bundesliga-Stadion.

In der Partie des Tages trafen mit Freiburg und Nürnberg zwei Mannschaften aufeinander, die beide im Kampf um den Klassenerhalt noch längst nicht gesichert waren und punktgleich auf den Plätzen 12 und 13 rangierten, dementsprechend war eine interessante und kämpferische Partie zu erwarten. Jedoch nicht Freiburg als Heimmannschaft, zudem gestärkt durch eine wochenlange Positivserie, übernahm das Zepter, sondern der Club legte tüchtig los und schoß sich bis zur Halbzeit eine 2:0-Führung durch Didavi (8. Min.) und Pekhart (45. + 2) heraus, was die Stimmung bei unseren Club-Fans selbstverständlich ansteigen ließ. Unverständlicherweise schalteten die Nürnberger in der zweiten Halbzeit jedoch zurück und ließen sich den fast schon sicher geglaubten Sieg durch zwei Freiburger Tore (Caligiuri, 53., und Makiadi, 79.) noch aus der Hand nehmen. Besonders im Lauf der zweiten Halbzeit, als Freiburg stärker aufkam, zeigte sich die Begeisterungsfähigkeit der heimischen Zuschauer, die selbst in dem kleinen Stadion zeitweise eine Riesenstimmung aufkommen ließen. Letztendlich nahm das Spiel einen gerechten Ausgang, durch die Punkteteilung war jedoch keinem der beiden Teams wirklich geholfen und so befinden sich sowohl Hausherren als auch Gäste weiterhin dick im Abstiegskampf.

Nach dem Spiel war dann noch eine gute Stunde Zeit, um sich das Stadion nochmal in Ruhe anzuschauen und/oder sich mit Getränken und Snacks im Stadion oder am Bus zu verköstigen.

Kurz vor halb sieben traten wir die Heimreise an, kamen gut durch und trafen um Punkt Mitternachtwieder in Scherneck ein, somit ging mit knapp 1.000 zurückgelegten Kilometern und ca. 18,5 Stunden Dauer eine der längsten der bisherigen Bundesliga-Fahrten zu Ende.

Auch im Herbst werden wir wieder durchstarten. Wohin die Reise dann führt, wird sich zeigen, wenn der Spielplan für die neue Saison steht, und hängt natürlich auch wieder von der Verfügbarkeit der Kartenkontingente ab. Aber unsere Initiatoren Siegi und Andy werden sicher wieder bemüht sein, eine interessante Begegnung an Land zu ziehen.

Martin Kaiser