TSV Scherneck im Fritz-Walter-Station

Fahrt zum Bundesliga-Spiel Kaiserslautern-Schalke am 27.11.2010

Und weiter geht’s auf unserer Bundesliga-Stadiontour: Nach Mönchengladbach und Dortmund im letzten Jahr, sowie Berlin zum Bundesliga-Finale heuer im Mai, ging es diemal in die Pfalz zum Spiel der Roten Teufel gegen den letztjährigen Vizemeister Schalke 05, äh, 04, in die Heimat der 1954er-Weltmeister Fritz und Ottmar Walter, Werner Liebrich, Werner Kohlmeyer und Horst Eckel.

Um ca. 6.00 Uhr fuhren wir, diesmal nur 20 Mann stark, am Sportheim los. Nach einigen kleineren und einer großen Frühstückspause kamen wir gegen Mittag im knapp 100.000 Einwohner zählenden Kaiserslautern an und sicherten uns gleich mal einen Parkplatz am Fuße des Betzenbergs. Natürlich stand mit einem etwa zweistündigen Aufenthalt in der Innenstadt auch wieder ein kleiner „Kulturteil“ auf dem Programm, durchgeführt hauptsächlich in der urigen und einigermaßen preiswerten Kneipe „.....“. Wer wollte, konnte natürlich auch den Weihnachtsmarkt besuchen und sich dabei gleich mal mit dem zufällig anwesenden Ex-Profi Olaf Marschall ablichten lassen.

Nach einer Stärkung mit Mittagessen und Altbier ging es dann zu Fuß auf den Lauterer Kulthügel (nee, ein „Berg“ ist das nicht!) ins Fritz-Walter-Stadion, direkt am Rand der Wohnbebauung, das etwa die Hälfte der Lauterer Einwohner faßt, nämlich49. 780. Nachdem wir im wahrscheinlich am schlechtesten ausgeschilderten Bundesligastadion endlich unseren Block und unsere Plätze gefunden hatten (Zugang durch eine Brandschutztür mit Hinweis „Durchgang verboten“!), ging es dann auch schon beinahe los. Schade, daß wir auf unseren oberen Plätzen, bedingt durch die Bauweise des Stadion, praktisch nichts von der Gegengerade sehen konnten, aber immerhin waren wir etwas näher am Spielgeschehen als in allen anderen bisher besuchten Stadien.

Schalke bestätigte seine heuer bisher schlechte Saisonleistung auf beeindruckende Art und Weise (Achtung Ironie) und ließ sich von dem Aufsteiger glatt mit 0:5 nach Hause schicken. Von den anderen Bundesliga-Partien bekam man leider nur wenig mit, kein Wunder, wenn sich die Anzeigetafel unten in der Ecke befindet, wo sie nur von einem Teil der Zuschauer abgelesen werden konnte. Aber im Stadion war ja dank des Ergebnisses genug los, Lautern und seine Fans feierten den fast schon historischen Endstand, was einem als neutralem Gast ja auch irgendwie ein bißchen freut, und die Stimmung war natürlich auch lange nach dem Abpfiff auch im Innenraum des Stadions noch bestens. Natürlich nutzten wir die aufgelösten Blockeingangskontrollen nach dem Spiel aus, um das Stadion auch mal noch aus anderen Perspektiven anzuschauen.

So gegen halb sieben waren dann endlich auch die Letzten wieder am Bus, und mit einiger Quälerei bis zur Autobahn wurde die Heimreise angetreten. Leider kamen wir bei Würzburg in einen Stau, der uns eine knappe Stunde Standzeit bescherte, ansonsten verlief alles reibunglos und unser Busfahrer Schulli lieferte uns alle wieder gut erhalten in Scherneck ab, womit die 4. von 18 Fahrten nach dem Motto „Mittendrin statt nur am Fernsehen – mit dem TSV Scherneck“ zu Ende ging.

Martin Kaiser